Für Familien
Besondere Kinder – besondere Herausforderungen
Wenn ein Kind mit Behinderung geboren wird, werden Eltern und Angehörige oft damit überrascht – nicht immer wird eine Behinderung während der Schwangerschaft bemerkt und die Eltern können sich darauf einstellen.
Eine große Herausforderung kommt auf die Familie zu: neben den Sorgen um das behinderte Kind gibt es viele, manchmal quälenden Fragen: „Warum gerade wir?“ –„Wie sollen wir das schaffen?“ Es ist ein schmerzhafter und gleichzeitig versöhnender Weg, der dann beschritten wird: Die Akzeptanz des behinderten Kindes ist Voraussetzung für das Gelingen des Lebens – und dabei ist es gut, nicht alleine zu sein.
Wir begleiten Eltern auf diesem schwierigen und manchmal langwierigen Weg: in Seelsorge und Beratung, durch Elterngesprächskreise und Familienwochenenden, in denen Solidarität und Gemeinschaft erlebt wird.
Die integrativen Freizeiten unterstützen die mit vielen besonderen Aufgaben belasteten Familien: sie schenken „freie“ Zeit, in denen sich die Familien einmal neu und ganz anders erfahren können.
Der Familienunterstützende Dienst (FUD), in dem stundenweise ein Zivi oder ein junger Mensch im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in einer Familie arbeitet sie entlastet, ist eine wichtige Maßnahme: Eltern lernen ihr Kind abzugeben, sie erfahren, dass junge Menschen ihr Kind gut betreuen und es mögen – es entstehen Beziehungen und Freundschaften, von denen alle für ihr Leben lernen.
Familien mit behinderten Kindern brauchen tatkräftige Unterstützung und die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, in der sie Akzeptanz und Normalität erfahren – wir können dazu beitragen, bei jeder Begegnung!
In Gottesdiensten, im Konfirmandenunterricht, bei Konfirmationen und vielen anderen Gelegenheiten stehen Familien mit behinderten Kindern nicht alleine – sie gehören zu unserer Gemeinde! I. König
„Komme gleich.“
Das ist die derzeit beliebte Antwort unseres Jüngsten auf die Aufforderung zu kommen. Zeit ist nun mal für ihn relativer als für andere.
Wir sind eine fünfköpfige Familie, unser Jüngster hat Down Syndrom. Wir leben in Meckenheim und haben gemerkt, dass das Leben mit einem „besonderen Kind“ hier in Meckenheim leichter und unkomplizierter sein kann als in vielen anderen Orten. Wir bekamen Unterstützung von vielen Stellen immer dann, wenn wir sie brauchten und immer so viel, wie uns weiterhalf. Das begann mit einem Hinweis in einem Beratungsgespräch während der Schwangerschaft im DW auf die vielen Möglichkeiten in Meckenheim. Das geht bis heute wie selbstverständlich weiter mit ganz handfester Unterstützung durch den Familienunterstützenden Dienst. Die Betreuung durch Zivis, „FSJler“ (Freiwilliges Soziales Jahr) und freiwillig mitarbeitenden Jugendlichen macht das Leben unseres Jüngsten runder und bunter. – und unterstützt unsere Familie.
Kindergruppe, Elterngesprächskreis, Bibeltage, Feste und Freizeiten – all das zeigt, wie vielschichtig das Angebot in unserer Gemeinde ist und wie selbstverständlich Integration hier gelebt wird. In diesem Jahr wird unser Jüngster (8 Jahre ) zum ersten Mal die „Plönfreizeit“ mitmachen – gemeinsam mit seinem älteren Bruder. Auch das ist hier in Meckenheim „Normalität“ – aber nicht überall selbstverständlich.
Wir leben ganz „normal“ in Meckenheim, weil wir das Glück haben, den „Mehraufwand“ mit unserem „besonderen Kind“ auf verschiedene Schultern legen zu dürfen. Und eigentlich kommt er auch immer – gleich……. Familie Brouwers
Wir sind glücklich in dieser Gemeinde zu leben
Wir sind eine „ökumenische Familie“ und sozusagen „Ur-Meckenheimer“. Unsere 19 jährige Tochter ist in der Christuskirche konfirmiert worden. Ihre ehrenamtliche Hilfe bei der integrativen Behindertenarbeit macht ihr sehr viel Freude. Zahlreiche integrative Freizeiten nach Plön hat sie zunächst als Teilnehmerin, später als Helferin und Betreuerin aktiv mitgestaltet.
Unser 17 jähriger körperbehinderter Sohn konnte hier die Realschule besuchen und wurde auch in der Christuskirche konfirmiert werden. Dafür sind wir dankbar. Er nimmt in der Kirchengemeinde an vielen Veranstaltungen teil: Jugendtreff, Plönfreizeit u.s.w.. Der FUD leistet uns wertvolle Hilfe: z.B. der tägliche Fahrdienst zur Realschule, die „Aufstehhilfe“ in den Ferien oder an Wochenenden, wenn ein Elternteil verhindert ist (oder ausspannen muss). Auch die Begleitung bei Klassenfahrten/ -ausflügen und Konzerten sind möglich. Dies alles genießt er sehr, da solche Events mit jungen Leuten, sprich Zivi`s oder Ehrenamtlichen natürlich viel mehr Spaß machen, als mit den Eltern.
Der Vater unserer Familie hat seinen Platz in der Gemeinde als Leiter von Jugendfreizeiten z.B. in Norwegen und im Männerkreis gefunden. Er ist bei uns der ökumenische Teil: sprich katholisch.
Unser jüngster Sohn (10 J.) geht in die EGS und ist Teilnehmer vieler Freizeitangebote. Er wird sicherlich auch seinen Platz in der Gemeinde finden.
Die Mutter ist in der Gemeinde aufgewachsen und freut sich sehr, dass alle einen Platz in der Gemeinde gefunden haben. Früher hat sie auch Freizeiten begleitet. Jetzt nimmt sie an einem Gesprächskreis für Eltern mit behinderten Kindern teil und verteilt Gemeindebriefe.
Wir sind glücklich in dieser Gemeinde zu leben in der wir so viele Kontakte knüpfen können und zahlreiche Hilfe finden. Familie Möllenbeck
Kontak Inklusive Gemeindearbeit: Ingrid König