Unser Konzept
Evangelische Kirchengemeinde Meckenheim
Evangelischer Kindergarten „Arche“, Akazienstr. 3, 53340 Meckenheim, Tel.: 02225/702310
1. Unsere Einrichtung
Unser Kindergarten befindet sich im Ortsteil Merl-Steinbüchel und besteht seit 1978. Träger der Einrichtung ist die Evangelische Kirchengemeinde Meckenheim. Wir sind eine eingruppige Einrichtung mit 25 Kindern im Alter von 3 – 6 Jahren und integriert in das Kirchenzentrum „Die Arche“.
Unsere Räumlichkeiten:
Uns stehen ein Gruppenraum und ein Nebenraum sowie ein Sanitärbereich zur Verfügung.
Der große Vorraum mit den Garderoben lädt zum Bewegen, Spielen und Feiern ein.
Mit einbezogen werden die Räumlichkeiten des Gemeindezentrums für besondere Aktionen.
Unser weitläufiges Außengelände mit Wiese, Sandkasten, Vogelnestschaukel, Klettergeräten und Rutsche wird bei Wind und Wetter zum Toben genutzt.
Unser Team:
In unserem Kindergarten arbeiten eine Erzieherin als Leiterin und eine Erzieherin als Zweitkraft seit 1997 kontinuierlich zusammen. Uns ist wichtig, dass jede ihre individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen mit einbringt. Dabei ist eine durchweg positive und vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre gewachsen. Wenn möglich werden wir durch eine Praktikantin oder eine Erzieherin im Anerkennungsjahr unterstützt.
Unsere Öffnungszeiten:
Die Blocköffnungszeit von 7:00 bis 14:00 Uhr (35 Wochenstunden) ermöglicht unseren Eltern eine flexible Bring- und Abholzeit.
Den Kindern steht das Angebot einer kostenpflichtigen, warmen Mahlzeit, die angeliefert wird, offen.
Tagesablauf:
| 7.00 - 9.00 Uhr | Ankommen der Kinder
Freispiel Gleitendes Frühstück |
| 9.00 – 11.00 Uhr | Gezielte Aktionen und Bastelarbeiten
Vorschul- und Sprachförderprogramm Ca. 10.30 Uhr Aufräumen, anschließend gemeinsamer Stuhlkreis oder Projekt |
| 11.00 – 12.15 Uhr | Freispiel mit Schwerpunkt Bewegung auf dem Außengelände |
| 12.15 – 12.30 Uhr | Abholphase für die Kinder, die nicht mehr über Mittag betreut werden |
| 12.30 – 13.00 Uhr | Übermittagsbetreuung
Warmes Mittagessen oder zweites Frühstück |
| 13.00 – 14.00 Uhr | Freispiel und Abholphase |
Abweichungen vom normalen Tagesablauf bei:
- Geburtstagen
- Sonderterminen ( z.B. Turntag, musikalische Früherziehung ect.)
- Ausflügen
2. Pädagogischer Ansatz & unsere Ziele
In unserer Einrichtung arbeiten wir nicht nach festgelegten Rahmenplänen, sondern orientieren uns an den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder (situativer Ansatz). Daraus entstehen Projekt- und Aktionsideen. Traditionen und Bräuche, Feste und Naturbegebenheiten im Jahresverlauf werden aufgegriffen und thematisiert.
Als einen wichtigen Basispunkt in unserer Pädagogik verstehen wir das Spiel. Spiel ist ein Stück Lebensfreude. Bei keiner anderen Gelegenheit macht das Lernen so viel Spaß. Hier setzen sich die Kinder mit sich selbst und ihrer Umwelt auseinander. Das Kind kann im Spiel vielseitige Kontakte aufnehmen. Im Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen lernt es, Rücksicht zu nehmen und Grenzen zu akzeptieren. Es lernt sich mit Konflikte auseinanderzusetzen und Probleme zu bewältigen. Das Spiel dient der Selbstentfaltung des Kindes. Begabungen können entdeckt und gefördert werden.
Verlässliche Bezugspersonen schaffen eine vertraute Umgebung, in der sich die Kinder wohlfühlen. Sie erfahren, dass sie in ihrer Persönlichkeit und Individualität ein Teil der Gemeinschaft sind.
3. Schwerpunkte und Besonderheiten unserer Einrichtung
Religiöse Erziehung:
Wir gehören zur Evangelischen Kirchengemeinde Meckenheim und nehmen an deren Leben teil. Kinder sowie Eltern finden hier den Raum den christlichen Glauben mit seinen Traditionen und Werten zu erleben.
Dies praktizieren wir durch Teilnahme an Gemeindefesten, regelmäßigen Gottesdiensten mit und ohne Eltern, sowie traditionellen Festen.Begleitet werden wir hierbei aktiv von unseren Gemeindepfarrern/in.
Unsere Arbeit ist durch Offenheit und Toleranz geprägt, auch anderen Religionen gegenüber. Damit leisten wir einen Beitrag zum Miteinanderleben und zu mehr Chancengleichheit in unserer zunehmend multireligiös geprägten Gesellschaft.
Natur- und Projekttage:
Nicht nur auf unserem Außengelände, sondern vor allem auf unseren Ausflügen in die Natur haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren.
Durch das Beobachten von Tieren und Pflanzen lernen die Kinder Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen. Daher durchstreifen wir zu jeder Jahreszeit den nahe gelegenen Kottenforst, besuchen die Plantagen, helfen bei der Obsternte und erkunden die Schrebergärten.
Die an unseren Projekttagen durchgeführten Experimente basieren auf den Grundlagen der modernen Naturwissenschaften. Die Kinder sammeln hier viele Erkenntnisse, die sie bei der Auseinandersetzung mit den Elementen unserer Welt einsetzen können.
Alle unsere Natur- und Projekttage enden mit einem gemeinsamen Picknick.
Spracherziehung:
Frühe Sprachförderung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer täglichen Arbeit.
Wir arbeiten gezielt nach „Kon-Lab“ und dem „Würzburger Trainingsprogramm“.
Kon – Lab:
Neue Wege der sprachlichen Frühförderung von Dr. Zvi Penner.
Dieses Kindergartenprogramm eignet sich ganz besonders für die sprachliche Frühförderung. Es vermittelt Kindern die notwendigen sprachsystematischen Voraussetzungen für den Einstieg in die Schule. Das Kind wird in die Lage versetzt, Regeln zu erkennen, die ihm sonst unzulänglich bleiben.
Das Sprachförderungskonzept nutzt dabei die Lern- und Begeisterungsfähigkeit von Kindern ab 3 Jahren, spielerisch zum Beispiel mit Memory, Puzzles, speziellen Bildkarten oder durch sprachrhythmisches Klatschen, aber auch so genannte Erzählgeschichten kommunikativ Sprache nach Regeln zu üben, zu verfestigen und kreativ zu gebrauchen. Dazu gehören zusätzlich spezielle Spiele in Kleingruppen unter Anleitung am Computer.
Hören, lauschen, lernen:
Würzburger Trainingsprogramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache im letzten Jahr vor der Einschulung.
Hier stehen im Vordergrund Sprachspiele zur Förderung der phonologischen Bewusstheit, d.h. die Fähigkeit der Kinder, ihre Aufmerksamkeit auf die Form und die Struktur der gesprochenen Sprache zu richten.
Die Kinder lernen mit speziell für den Vorschulbereich entwickelten Sprachspielen, dass es darauf ankommt, aus Wörtern Laute herauszuhören und ihnen dann Buchstaben zuzuordnen. Dies erleichtert ihnen den späteren Einstieg in den Schriftspracherwerb.
Zudem wird durch das geforderte Lauschen, das genaue Hinhören und das Heraushören die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit der Kinder gefördert.
Diese beiden Sprachtrainingsprogramme werden individuell durch verschiedene andere Arbeitsmaterialien, Spiele und Bücher ergänzt.
Bewegungserziehung:
Möglichkeiten zur Bewegung können heute bei Kindern nicht mehr vorausgesetzt werden. Es ist aber ein wesentlicher Bestandteil für die ganzheitliche Entwicklung. Je mehr Sinne angesprochen werden, desto mehr wird das Gehirn geschult und somit ein Grundstein für die weitere Entwicklung gelegt.
Unser Vorraum bietet viel Platz für Bewegungsspiele. Statt auf Tischen spielen hier die Kinder auf Teppichen und erhalten so mehr Bewegungsfreiheit.
Auf unserem Außengelände finden die Kinder eine Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten. Es gibt einen Sandkasten, eine Rutsche, Kletterstangen, Wipptier, Spielhäuschen und eine große Gemeindewiese mit einer Doppelschaukel. Die Grünfläche wird dabei auch gerne zum toben und Ball spielen genutzt.
Bereichert wird unser Programm durch Ausflüge auf den nahe gelegenen Sportplatz.
Zusätzlich haben wir die Möglichkeit einmal pro Woche die Turnhalle der GGS zu nutzen.
Bildnerisches Gestalten:
Fantasie und Kreativität wird bei den diversen Mal- und Bastelangeboten gefördert. Dabei wird besonders die Feinmotorik, ihre Handgeschicklichkeit, die Körperkoordination, die Farbwahrnehmung, aber auch ihre Experimentierlust geschult. Ebenso wichtig ist der Umgang mit nicht vorgefertigten und formbaren Materialien, wie zum Beispiel Knete, Ton, Sand. Durch verschiedene Techniken machen die Kinder je nach Entwicklungsstand eine Fülle von Erfahrungen.
Musikalische Früherziehung:
Unter Musik verstehen wir nicht nur das erlernen von Liedertexten, sondern auch das rhythmisches Klatschen, Stampfen oder auch Schnalzen mit der Zunge.
Des weiteren findet eine musikalische Früherziehung einmal in der Woche durch eine Kindergartenmutter (Frau Gesine Wollowski, Kirchenmusikerin) statt.
Stilleübungen für die Vorschulkinder:
Die Entwicklung zur Schulreife findet in der gesamten Kindergartenzeit statt. Im letzten Kindergartenjahr werden die Vorschulkinder noch in einer intensiven Form gefördert. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die wöchentlich stattfindende „Stille-Stunde“. Es gibt viele Möglichkeiten zur Ausgestaltung:
Wahrnehmungsübungen mit unterschiedlichen Materialien, Körperwahrnehmung, Naturerfahrung, Eutonie, Fantasiereisen und Geschichten, Mandalas.
Damit die Kindergarteneltern eine Vorstellung von den Übungen bekommen, bieten wir auch Elternabende an. So erhalten die Erwachsenen die Gelegenheit, Stilleübungen selbst zu erleben und zu verstehen.
4. Zusammenarbeit mit den Eltern
Eine gute Kindergartenarbeit kann nur erzielt werden, wenn die Eltern sich in unsere Arbeit mit einbringen. Der Kindergarten ist familienergänzend!
Um die Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit unterstützen zu können, ist es wichtig, auch das Umfeld zu kennen, indem es aufwächst.
Die Erziehung der Kinder wird als eine gemeinsame Aufgabe von Familie und Kindergarten verstanden. Wichtig ist uns daher ein freundlicher, offener und ehrlicher Umgang miteinander.
Durch eine gewachsenen Atmosphäre von gegenseitigem Vertrauen und Achtung wird eine ständige Kooperation zwischen Eltern und Erzieherinnen ermöglicht.
Angebote wie gemeinsame Feste, Ausflüge, Gottesdienste und Hospitationen unterstützen unser gemeinsames Anliegen.
Gerne greifen wir Anregungen seitens der Elternschaft auf und integrieren sie nach Möglichkeit in unsere pädagogische Arbeit.
Durch Elternbriefe, Inforaupe und Plakate an der Pinnwand wird eine regelmäßige und schnelle Informationsweitergabe an die Eltern gewährleistet.
Um unsere Bildungsdokumentationen für die Eltern transparent zu machen, setzen wir jährliche Elternsprechtage an, an denen sich die Eltern über die Entwicklung ihres Kindes informieren können.
Außerdem bieten wir Informationsabende, themenorientierte Elternabende und spontane oder geplante Elterngespräche an.
5. Öffentlichkeitsarbeit
Der Kindergarten hat eine wichtige Position innerhalb der Gemeinde . Daher ist er nicht nur eine Bildungsstätte, sondern auch eine Kontaktstelle für junge Familien!
Wichtig ist uns eine Transparenz auch außerhalb der Kindergartenräumlichkeiten.
Diese erreichen wir durch:
- Präsenz im Internet auf der Homepage www.evangelische-Kirchgemeinde-Meckenheim.de
- Präsenz in der lokalen Presse, dem Gemeindebrief, dem Schaukasten und unserer Stellwand im Foyer der Arche
- Ausflüge und Exkursionen mit unseren Kindern in die nahe- und weitere Umgebung
- Veranstaltungen von Basaren und Flohmärkten sowie Teilnahme an Festen innerhalb der Ortschaft
- Austausch mit den Grundschulen, Kindergärten , Beratungsstellen und dem Jugendamt der Stadt Meckenheim
- Teilnahme am Forum der Fachberatung sowie Treffen der Leiterinnen der örtlichen Kitas
Teilnahme an Fortbildungen und Konventen